Stephan Lucka

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Das Gefühl, das nur wir kennen

Wenn man eine(n) Pfadfinder*in fragt, was das Besondere daran ist Pfadfinder zu sein, erhält man oft die Antwort: „Es ist schwer zu beschreiben, ein Gefühl das wahrscheinlich nur Pfadfinder voll und ganz verstehen.“

Mit über 40 Millionen Mitgliedern sind die Pfadfinder und Pfadfinderinnen die grösste Jugendbewegung der Welt. Sie wurde 1907 in Großbritannien gegründet. In Deutschland gibt es etwa 260.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder.

Dieser Fotoessay ist der Versuch, dieses „Unbeschreibliche“ zu beschreiben und zu untersuchen, wie die Pfadfinderbewegung für junge Menschen noch immer Bedeutung schafft.

Die pädagogischen Konzepte der Pfadfinderinnen und Pfadfinder sind über 100 Jahre alt und haben sich im Laufe der Zeit kaum verändert: Wandern, Zelten, Kluft tragen. In welchem Verhältnis steht dies noch zu Jugendlichen, die in einer digitalisierten Welt mit einem Smartphone aufgewachsen sind? Was finden diese Jugendlichen bei den Pfadfindern? Wie prägt es ihre eigene Identität?
 
Es ist eine Geschichte nicht nur über das Erwachsenwerden, über Freundschaft und Intimität, sondern auch über soziale Kontexte im Allgemeinen. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder bilden ihren eigenen sozio-kulturellen Mikrokosmos, und indem wir ihn betrachten, können wir auch etwas über einen größeren gesellschaftlichen Kontext lernen. Darüber, wie wir miteinander umgehen wollen, wie wir miteinander leben können.



When you ask a girl scout or a boy scout what is special about being a scout, you´ll often get the answer: „It´s something very hard to describe, that probably only scouts fully understand.“
 
Today over 40 million people worldwide are Boy Scouts or Girl Scouts. Founded in 1907 in Great Britain the scout movement is the biggest youth organization in the world.  There are approximately 260,000 scouts in Germany. 
 
This project attempts to describe the „ineffable thing“ that is being a scout and examines how the scouts movement still creates meaning to young people. 
The educational concepts of the scouts are over 100 years old and barely changed through time: Hiking, camping, wearing uniform. How does this still relate to young people who grew up accustomed to a smartphone and fast internet? How does it shape their identity?
 
It is a story not only about growing up, friendship and intimacy, but also about general social contexts. The scouts form their own socio-cultural microcosmos, and by looking at it we can learn something about society in general. About how we want to treat each other, how we want to live together.